SBV – Soap-Bubble-View

Wer von SBV noch nichts gehört hat, keine Sorge, das ist nicht schlimm, das habe ich mir gerade ausgedacht.

Jeder lebt in seiner eigenen Bubble. Schauen wir aus unserer Seifenblase heraus ist alles verschwommen. Wir sehen alles unscharf und wir stellen uns, aufgrund unserer Erfahrungen, lediglich vor, was das verschwommene tatsächlich ist. Dabei könnten wir eine nicht eingebaute, mit der Öffnung zur Wand angelehnte weiße Badewanne versehentlich als Kühlschrank identifizieren und urteilen, was denn bei denjenigen schiefgegangen ist, dass die einen Kühlschrank im Badezimmer haben. Das müssen entweder Assis oder reiche Leute sein. Naja, genug gebadet.

Dass man in einer Bubble lebt, ist normal und lässt sich auch nicht ändern; es sei denn Andy Weir’s Kurzgeschichte „The Egg“ stellt sich als wahr heraus #lohnt-sich-zu-lesen. Es ist aber wichtig, dass man sich dessen bewusst ist. Wahrheit ist subjektiv; wir „halten etwas für wahr“, solange nicht das Gegenteil bewiesen wurde – man spricht auch von Axiomen. Wahrheit hat immer einen Standpunkt. Zwei Menschen können zur selben Zeit auf der Erde gegensätzliche Sachen sagen, die trotzdem wahr sind. Der Deutsche sagt „Die Sonne geht unter“ und gleichzeitig sagt der Japaner „Die Sonne geht auf“. Stimmt beides – nur der Standpunkt ist unterschiedlich.

Also: Bubble‘s besuchen, Bubble‘s durch wildes Aufschäumen erschaffen und besonders wichtig: Die schönen Spektralfarben der anderen Bubble‘s im schimmernden Sonnenlicht betrachten oder besser gesagt: „Urteile nicht über jemanden, in dessen Schuhen du nicht mindestens einen Kilometer gelaufen bist.“

Blub.

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